Archiv 30. August 2025

3.10. in Stuttgart: Bus- und Bahnfahrten

Auflistung bereits vorhandener Mitfahrgelegenheiten (Anmeldungen und Treffpunkte)

Zur Orientierung: Rückfahrten ab 17 Uhr in Stuttgart.

Aschaffenburg

mit ICE
Hin: AB ab 10:47; DA an 11:27; ICE 999 DA ab 11:37; S an 12:51;
Rück: ICE 1168 S ab 17:02; DA an: 18:22; DA ab 18:31; AB an: 19:11
ohne ICE:
Hin: AB ab 09:16; WÜ an 10:21; WÜ ab 10:36; S an 12:56;
Rück: S ab 16:06; WÜ an 17:49; WÜ ab 17:52; AB an 19:32;
oder Bus-Angebote ab Hanau, Darmstadt oder Frankfurt (s. unten) nutzen.

Augsburg

(geplant) Gemeinsame Zugfahrt aus Augsburg zur Demo in Stuttgart, mit Quer-durchs-Land-Ticket (in 5er-Gruppen zum Preis von 89 EUR = 17,80 EUR pro Person), VA: Augsburger Friedensinitiative. Weitere Infos hier.

Darmstadt

Gemeinsaem Zugfahrt aus Darmstadt zur Demo in Stuttgart, Abfahrt: 10.37 Uhr, HBF Darmstadt (mit Gruppentickets; Rückfahrt aus 16.54 Uhr, Ankunft Darmstadt, 18.22 Uhr), Kosten: 20/15 EUR, Anmeldung/Infos: info@dkp-darmstadt.de, VA: DKP Darmstadt. Weitere Infos hier.

Frankfurt

Bus: Abfahrt ist am 3.10. um 9 Uhr vor dem Gewerkschaftshaus in Frankfurt (Wilhelm-Leuschner-Straße).
Anmeldung für Busticket: https://frieden-und-zukunft.de/busfahrt-zur-demo-in-stuttgart-am-3-10-2025/

Bahnverbindungen ab Frankfurt nach Stuttgart am 3.10.2025
(30 min Fußweg ab Bahngleis bei pünktlicher Ankunft des Zuges bis Schlossplatz):
ICE-Direktverbindungen ab Frankfurt Hbf (ca. 90 min): 10:19 – 11:51
ICE mit Umstieg Mannheim: 10:50 – 12:08

Rückfahrt ab 17 Uhr:
17:23 – 18:52 ICE mit Umstieg Mannheim:
17:51 – 19:08

Deutschlandticket (ca. 3h 15min bis 4h 20 min)

Hinfahrt:
7:30 – 11:56 mit Umstieg in Würzburg (15 min)
8:12 – 11:25 mit Umstieg in Mannheim (11 min) und Karlsruhe-Durlach (6 min)
(bei verlängerter Aufenthaltszeit in Karlsruhe-Durlach Ankunft Stuttgart 12:25)

Rückfahrt:
17:11 – 21.24 mit Umstieg in Würzburg (17 min) – nächste Verbindung 18:11 – 22:40
17:19 – 20:45 mit Umstieg in Heilbronn (6 min) und Mannheim (11 min)
17:48 – 21.24 mit Umstieg in Bruchsal (8 min) und Mannheim (11 min)

Freiburg

Gemeinsame Busfahrt aus Freiburg zur Demo in Stuttgart, Abfahrt: 9 Uhr, Konzerthaus, Konrad-Adenauer-Platz 1, Kosten: 10 EUR (gerne mehr) Karten: freiburg@dfg-vk.de, VA: DFG-VK Freiburg. Weitere Infos hier.

Gießen

Gemeinsame Busfahrt aus Gießen Demo in Stuttgart, Abfahrt: 9 Uhr, Messeplatz, Ringallee (Rückfahrt: 17 Uhr von Stuttgart, voraussichtliche Ankunft in Gießen gegen 21 Uhr), Kosten: 30/50 EUR (Solibeitrag), 20 EUR:Schüler, Studenten, Arbeitslose und Rentner kann auf Nachweis ein Sozialticket für einen Kostenbeitrag 20 EUR begrenzte Stückzahl), Karten: giessener-friedensnetzwerk@web.de, VA: Giessener Friedensnetzwerk. Weitere Infos hier.

Hanau

Als Hanauer Friedensplattform mobilisieren wir zur Friedensdemo nach Stuttgart. Mit Unterstützung der IG Metall Hanau-Fulda wird dafür auch wieder ein Bus (Fulda-Schlüchtern-Hanau-Stuttgart und retour) eingesetzt, zu dem ihr euch kurzfristig anmelden könnt.
Bitte schreibt uns dazu eine E-Mail an  info@friedensplattform.de
Gebt dabei unbedingt den Abfahrtsort (Fulda, Schlüchtern oder Hanau) und die Zahl der Mitfahrerinnen und Mitfahrer an.
Die Mitfahrt ist für alle Mitglieder einer DGB-Gewerkschaft kostenlos.
Fahrtroute und -zeiten am 3. Oktober:
8.00 Uhr – Abfahrt Fulda Grezzbachstübchen (Edelzeller Straße 50),
8.35 Uhr (ca.) – Zustiegsmöglichkeit Schlüchtern-Distelrasen,
9.15 Uhr (ca.) – Zustiegsmöglichkeit Hanau Hauptbahnhof.
Rückfahrt ab Stuttgart spätestens 16.30 Uhr.

Heidelberg

Bahn: Treffpunkt: 10.15 Uhr Hauptbahnhof, Gleis 4, Abfahrt 10.33
Infos und Kontakt: www.friedensbuendnis-heidelberg.de

Konstanz

Die Konstanzer Friedens-Initiative organisiert einen Reisebus zur Teilnahme in Stuttgart. Abfahrt ist in Konstanz, bei Bedarf Zwischenhalt in Radolfzell und Singen. Momentan steht die Abfahrtszeit noch nicht fest. Kosten 30 Euro, auch kostenlos/ermäßigt nach Rücksprache möglich. Anmeldung und weitere Informationen unter:
info@fi-konstanz.de

Lörrach

Bus von Lörrach zur Friedensdemo 3.10.25 nach Stuttgart mit Zusteigemöglichkeit bei Neuenburg und FR:
-Lörrach (Lö) Abfahrt 8:00 Uhr, Bhf Lö am Busbahnhof
-Neuenburg (Nbg) Abfahrt ca. 8:30 Uhr, Bushaltestelle Autobahnabfahrt Nbg (ehem.dt.Zollstelle an der Grenze)
-Freiburg (FR) Abfahrt ca. 9:00 Uhr, Konzerthaus nahe FR Hbf
Wer mitfahren will, soll bitte Bescheid geben. Die Fahrt kostet 30 Euro pro Kopf, die müssen ihr überwiesen werden, dabei unbedingt Name, Emailadresse und wichtig Einstiegsort angeben. ( Lö, Nbg, oder FR )

Mannheim

Gemeinsame Zugfahrt aus Mannheim zur Demo in Stuttgart, Treffpubkt: 9 Uhr, HBF Mannheim, (Gleis 9), Abfahrt: 9.20 Uhr, (Heilbronn Hbf nach Stuttgart) mit Deutschland-Ticket, Anmeldung/Infos: info@dielinke-ma.de, VA: Linke Mannheim. Weitere Infos hier.

München

Das Münchner Friedensbündnis fährt mit dem Zug aus München nach Stuttgart. Am 3.10. um 8.34 Uhr mit dem Regio 9 nach Ulm. Von dort geht es mit der Regio 5 weiter nach Stuttgart. Mögliche Rückfahrt: 16:42 Uhr ab Stuttgart → 20:06 Uhr München. Weitere Infos über die folgende E-Mail-Adresse: friedensbuero@muenchner-friedensbuendnis.de

Nürnberg

Gemeinsame Zugfahrt aus Nürnberg zur Demo in Stuttgart, Treffpunkt: 8.15 Uhr, Hbf Nürnberg, Westhalle, Abfahrt: 8.37 mit RE90, VA: Nürnberger Friedensforum. Weitere Infos hier.

Offenburg

Gemeinsame Zugfahrt aus Offenburg zur Demo in Stuttgart, Abfahrt: 10.02 Uhr, Bahnhof Offenburg, Treff: 09:45 an Gleis 6. VA: DIE LINKE.Ortenau.

Reutlingen

Gemeinsame Zugfahrt aus Reutlingen zur Demo in Stuttgart, Treffpunkt: 11.25 Uhr, HBF Reutlingen, Abfahrt: 11.43 Uhr (Rückfahrt: ab 16:23 Stgt. Hbf in den jeweiligen Gruppen. Kosten: Metropol-Gruppen-Ticket, 1-5 Pers. 25,- … 11,40 Euro., Infos: RIFA.RT@web.de, VA: Reutlinger Initiative für Frieden und Abrüstung (RIFA). Weitere Infos hier.

Schwäbisch Hall

Busfahrt aus Schwäbisch Hall zur Demo in Stuttgart, Abfahrt: 11 Uhr, ZOB SHA, Kosten: 20 EUR, Karten: kathrin-uli-simon@t-online.de, VA: Schwäbisch Haller Friedensforum. Weitere Infos hier.

St. Ingbert

(Saarbrücken kann wegen der Feierlichkeiten zum 3.10. nicht angefahren werden)
Bus: Abfahrt um 8:30 Uhr
Organisator: ver.di OV Saar Blies – Kostenbeteiligung für ver.di-Mitglieder: 10 €, Nicht-Mitglieder 20 €
Infos und Karten: Michael@Quetting.de

Villingen

Gemeinsame Zugfahrt aus Villingen zur Demo in Stuttgart, Abfahrt: 9.40 Uhr, Bahnhof Villingen, 9.51 Uhr, Bahnhof Schenningen, 10.17 Uhr, Rottweil, VA: Regionales Friedensbündnis VS. Weitere Infos hier.

Wetterau / Hessen

DIE LINKE.Wetterau und die „Wetterauer Aktion Frieden“ organisieren Mitfahrmöglichkeiten für die Demonstration in Stuttgart. Abfahrt 9 Uhr Friedberg, Bahnhof. Über Darmstadt, Bahnhof nach Stuttgart. Rückfahrt um 17 Uhr. Fahrpreis 15 Euro. Fahrkarten sind über folgende Mailadresse zu bestellen: info@die-linke-wetterau.de

Wiesbaden

Gemeinsame Zugfahrt aus Wiesbaden zur Demo in Stuttgart, Abfahrt: 7.48 Uhr, Hauptbahnhof Wiesbaden, Karten: info@wiesbadener-buendnis.de, Kosten: 18/23 EUR, VA: Wiesbadener Bündnis gegen Raketenstationierung. Weitere Infos hier.

Würzburg

Busfahrt aus Würzburg zur Demo in Stuttgart, für Mitglieder einer DGB Gewerkschaft rund um Würzburg kostenlos, Anmeldung/Infos: wuerzburg@igmetall.de, Flyer siehe hier, VA: IG Metall Würzburg. Weitere Infos hier.

 

 

 

Neu: Zeitung gegen den Krieg (Herbst ’25)

  • in einer Zeit,in der vor unseren Augen und mit Duldung der Bundesregierungein Völkermord in Gaza stattfindet
  • in einer Zeit, wo Rüstungsausgaben einen Boom erleben und soziale Ausgaben im Bundeshaushalt drastischen Sparmaßnahmen unterworfen werden
  • in einer Zeit, wo Deutschland zur Frontnation gegen Russland aufgebaut wird und der Ukrainekrieg mit deutschen Waffen verlängert werden soll
  • in einer Zeit, wo die innere Militarisierung Deutschlands auf erschreckende Weise eskaliert
  • in einer Zeit, wo die Proteste der Friedensbewegung an Vielfalt und Breite zunehmen

erscheint diese neue Ausgabe der Zeitung gegen den Krieg (ZgK) Nr. 60u.a. mit den Themen:

  • ISRAEL: Kaum beeindruckt von internationalen Protesten wegen Völkermordin Gaza und Siedlerterror im Westjordanland
  • DEUTSCHLAND: Gewerkschaften im Zwiespalt von Aufrüstungspolitik und Widerstand gegen sozialen Kahlschlag
  • DEUTSCHLAND: Widerstand gegen Wehrpflicht und Zwangsdienste
  • OSTSEEREGION: Internationaler Widerstand gegen Kriegsvorbereitung und militärische Eskalation der NATO
  • UKRAINEKRIEG: Deutsche Waffen statt Diplomatie
  • FRIEDENSBEWEGUNG: Großdemonstrationen gegen Völkermord, Kriege und Kriegsvorbereitung

Autorinnen und Autoren der neuen ZgK-Ausgabe:

Helga Baumgarten, Rodolfo Bohnenberger, Reiner Braun, Angelika Claußen, Wiebke Diehl, Ulrike Eifler, Jürgen Grässlin, Holger Griebnar, Heike Hänsel, Norbert Heckl, Andrea Hornung, Jutta Kausch, Yannick Kiesel, Gernot König, Michael Müller, Willi van Ooyen, Karl-Heinz Peil, Michael von Schulenburg, Ingar Solty, Hans-Jürgen Urban

pdf-Download und Bestellung unter https://zeitung-gegen-den-krieg.de/

Ulrike Eifler: „Auf die Straße – jetzt!“

Kommentar von Ulrike Eifler zu den Friedensdemonstrationen am 3. Oktober in Berlin und Stuttgart in der UZ (15.08.2025)

Erneut ruft die Friedensbewegung für den 3. Oktober zu Großdemonstrationen in Berlin und Stuttgart auf. Demonstriert werden soll gegen Militarisierung und Aufrüstung. Gegen amerikanische Mittelstreckenraketen und deutsche Atommachtambitionen. Gegen den Krieg in der Ukraine und den Horror in Gaza.

Als Gewerkschafterin gibt es für mich in diesem Jahr fast keinen wichtigeren Termin. Denn die Bundesregierung ist zu einer Politik offener Kriegsvorbereitungen übergegangen. Die Zeit, in der sich die Militarisierung auf Bundeswehrwerbung an Straßenbahnhaltestellen, auf Pizzakartons und Brötchentüten beschränkte, ist vorbei. Jetzt zeigt man uns Bilder von Kindern hinter Maschinengewehren; eine neue Wehrpflichtdebatte droht mit dem Ende von Entscheidungs- und Gewissensfreiheiten; die Agentur für Arbeit forciert Vermittlungsversuche von Arbeitsuchenden in die Armee und die Bundesregierung kündigt durch die Veröffentlichung des „Grünbuches“ an, die Menschen auf harte Einschnitte in der Gesundheitsversorgung vorbereiten zu wollen.

Hochrüstung und Militarisierung gehen Hand in Hand mit einer massiven Attacke auf die sozialen Sicherungssysteme. Das Fundament aus sozialen Errungenschaften und Aushandlungsprozessen droht buchstäblich zu bersten. Der Grund: Die Kriegstreiber wollen sich den Sozialstaat nicht mehr leisten. Die Debatten über die Anhebung des Renteneintrittsalters, die Streichung von Feiertagen, die Flexibilisierung der Arbeitszeit oder die Einschränkung der Lohnfortzahlung im Krankheitsfall zeigen: Unser Sozialstaat soll nicht etwa minimal angegriffen oder abgetragen werden. Es ist vielmehr zu erwarten, dass er regelrecht ruiniert werden wird.

Der Nachdruck, mit dem uns beinahe täglich medial aufbereitet die Frage gestellt wird, wer „das alles noch bezahlen“ soll, und die Absicht, nicht „nur“ Rentner, nicht „nur“ Bürgergeldempfänger, nicht „nur“ Geflüchtete in den Blick zu nehmen, sondern alle gemeinsam, deuten darauf hin, dass die Bundesregierung massive Einschnitte vorbereitet, die selbst durch die alten Spaltungslinien nicht mehr kaschiert und eingehegt werden können. …

Den ganzen Kommentar lesen.

vgl. auch: Zeitenwende – Angriff auf die Lohnabhängigen“ (53 Min.)

Antimilitaristischer Protest – Interview mit Joachim Guilliard in „jungewelt“

Gitta Düperthal 
 
Joachim Guilliard ist aktiv in der Friedensvernetzung Südwest, die die Demo am 3. Oktober in Stuttgart organisiert
 

Der Vorbereitungskreis »Nie wieder kriegstüchtig! Stehen wir auf für Frieden!« ruft zu Demonstrationen gegen Kriege und Hochrüstung am 3. Oktober in Berlin und Stuttgart auf. Sie mobilisieren schon frühzeitig. Was den Krieg in der Ukraine betrifft: Aktuell dreht sich die öffentliche Debatte um das Trump-Putin-Treffen in Alaska am Freitag. In Europa ist man empört und fühlt sich übergangen. Wie bewerten Sie das?Seit US-Präsident Donald Trump sich ernsthaft um einen Waffenstillstand im Ukraine-Krieg bemüht, sind die europäischen NATO-Länder regelrecht alarmiert. Sie wollen den Krieg weiterführen, um Russland zu schwächen. Daran hat sich nichts geändert, obgleich die Ukraine kaum noch durchhalten kann und ungeachtet der vielen Opfer, die der Krieg bereits gefordert hat. Freilich erklären auch die Regierungen der EU-Staaten pflichtschuldig, sie seien für Frieden. Da es aber aus ihrer Sicht keine Kompromisse geben darf, weder territorial noch was den Ausschluss einer Mitgliedschaft der Ukraine in der NATO angeht, wird deutlich: Priorität hat Frieden für sie nicht.

Unionspolitikerinnen und -politiker, teils auch Grüne oder Sozialdemokraten, betonen ständig, mit dem russischen Präsidenten sei nicht zu reden. Warum stellt sich das aus Ihrer Sicht anders dar?

Seit Beginn des Krieges wiederholen sie das wie ein Mantra. Gleich nach Kriegsbeginn im März 2022 wurde in Istanbul verhandelt. Die Chancen auf einen erfolgreichen Waffenstillstand waren groß. Hauptanliegen Russlands war schon damals ein Nichtbeitritt der Ukraine zur NATO. Damals haben westliche Staaten für den Abbruch der Verhandlungen gesorgt. Seither ist Russland militärisch auf dem Vormarsch, beherrscht nun nahezu den gesamten Donbass. Man wird nicht daran vorbeikommen, die Gegebenheiten am Boden jetzt zu akzeptieren.

International unter Druck geraten wegen Israels Krieg in Gaza beschloss Kanzler Friedrich Merz, Waffenlieferungen dorthin einzuschränken. Innerhalb der Union wird dagegen opponiert, etwa von Hessens Ministerpräsident Boris Rhein und der Jungen Union. Es geht um den Begriff der »Staatsräson«. Wie schätzen Sie das ein?

Waffenlieferungen nach Israel einzustellen ist längst überfällig und völkerrechtlich geboten. Die Verkündung des Stopps ist politisch sicherlich bedeutsam. Ob er sich praktisch auswirkt, muss sich erst erweisen. Bereits genehmigte Rüstungsgüter werden ja noch geliefert. Es ist skandalös, wenn Politiker und Medien weiter auf eine uneingeschränkte Unterstützung Israels pochen. Aus dem historischen Verbrechen des Holocaust resultiert eine besondere deutsche Verantwortung für Jüdinnen und Juden, aber Beihilfe zum Völkermord pervertiert diese geradezu. Zudem steht Deutschland auch in der Verantwortung gegenüber Palästinenserinnen und Palästinensern. Die Staatsgründung Israels 1948, durch die absolut unfaire Teilung Palästinas, wäre ohne den Holocaust nicht denkbar gewesen. Durch die damit verbundene Vertreibung fast der Hälfte der damaligen palästinensischen Bevölkerung wurde diese ebenfalls Opfer des deutschen Faschismus.

Worauf zielen die Demonstrationen am 3. Oktober?

Wir demonstrieren für ein Ende der Kriege in der Ukraine und im Nahen Osten und gegen die Hochrüstung, die mit avisierten fünf Prozent des Bruttosozialprodukts ein irrwitziges Ausmaß angenommen hat. Zumal all das auf Kosten von Sozialem, von Umwelt, Bildung und Gesundheitsversorgung geht. Wir fordern, Waffenlieferungen in Krisengebiete zu beenden. Und unser Protest gilt der Stationierung von Mittelstreckenwaffen in Deutschland.

… das ganze Interview in der jw lesen: https://www.jungewelt.de/artikel/506172.antimilitaristischer-protest-für-eu-staaten-hat-frieden-keine-priorität.html

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