Termine

24. – 26. Juli
Tagung/Konferenz
:

Den Frieden gewinnen, nicht den Krieg!
Vierte Gewerkschaftskonferenz für den Frieden
Kolping-Akademie Würzburg, Kolpingplatz 1

Kontakt: Ingar Solty, Referent für Friedens-,
Außen- und Sicherheitspolitik, Rosa-Luxemburg-Stiftung

E-Mail:
ingar.solty(at)rosalux.org 
3. Okt. 
Friedensdemos in Berlin und Stuttgart
Aufruftext: https://nie-wieder-krieg.org/demo-03-10-26/
12. und 13. Dez.
33. Bundesweiter Friedensratschlag

Veranstalter: Bundesausschuss Kassel und Kasseler Friedensforum
Kassel, Phillipp-Scheidemann-Haus

 

 

 

 

Welche Aktionen sind sinnvoll?

von Karl-Heinz Peil

Mit Bildern erweiterte Fassung eines Textes, der im FriedensJournal Nr.2/2026 erschienen ist. 

Angesichts sich häufender Aktionen bei gleichzeitig zumeist sehr überschaubaren Teilnehmerzahlen darf natürlich darüber diskutiert und gestritten werden, wo man sich mehr oder weniger engagiert, natürlich abseits von zentralen Aktivitäten wie den Ostermärschen oder bundesweiten Großdemos. Nachfolgend dazu einige Überlegungen und Anstöße.

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Wiesbaden und Grafenwöhr wehren sich gegen Mittelstreckenwaffen

Stationierung für dieses Jahr geplant – bundesweiter Protest Ende Mai

von Jan Menning und Gerhard Strauch, Wiesbadener Bündnis gegen Raketenstationierung

Wie beim NATO-Gipfel im Sommer 2024 bilateral vereinbart, sollen dieses Jahr US-Mittelstreckenwaffen in Deutschland stationiert werden, unter anderem die Hyperschallrakete „Dark Eagle“, die in ca.10 Minuten Moskau erreichen könnte. Die 2021 reaktivierte 56. Artillerie-Einheit, die in den 1980er Jahren für die Cruise Missiles zuständig war, soll dann von einem Kasernengelände im Ortszentrum des Wiesbadener Stadtteils Mainz-Kastel aus den Einsatz der Raketen und Marschflugkörper steuern. Den Oberbefehl hat der jeweilige US-Präsident. Es handelt sich um konventionelle Angriffswaffen, die einen sogenannten Erst-, Enthauptungs- oder Präventivschlag ermöglichen bzw. ihn provozieren und dadurch einen Atomkrieg auslösen können.

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Großdemo am 3.10. in Stuttgart – neue Infos

Hinweise zur Anreise

Materialien

Zeit-Plan(!) – Redebeiträge, Demo, Musik

ab 12.45 Toba Borke (Freestyle-Rapper), Videos auf LED-Leinwand

ab 13:00 

  • Begrüßung, Ankündigungen
  • Ghassan Abu-Sittah per Videoleinwand ( paläst. Chirurg, Uni Glasgow, war als Arzt in Gaza)
  • Rihm Hamdan (Palästina spricht) und Wieland Hoban (Jüdische Stimme)
  • Sevim Dagdalen (ehem. MdB, außenpolitische Sprecherin des BSW)
  • Jeffrey Sachs per Videoleinwand
  • Lothar Binding (Bundesvorsitzender der SPD AG 60 plus)
  • Grußwort: Alev Bahadir (DIDF Bundesgeschäftsführung)
  • Ronja Fröhlich (Bündnis „Nein zur Wehrpflicht“)

Danach: Demo-Zug

ab ca. 14.45 Uhr Duo „ewo2“: Bernd Köhler alias „Schlauch” (Liedermacher, Sänger, Gitarre) und Joachim Romeis (Geige)

ab ca.15 Uhr

  • Infos, Einblendungen aus Berlin
  • Grußwort: Maike Schollenberger  (ver.di Landesbezirksleiterin BaWü)
  • Margot Käßmann (ehem. Landesbischöfin)
  • Ulrike Eifler (IGM-Metall, Die LINKE)
  • ein weiteres Lied von Bernd Köhler  und Joachim Romeis
  • Vincent Leuze (Ver.di Jugend)
  • Grußwort: Anthony Cipriano  (VVN/BdA BaWü

ab 15.50 Uhr S. Castro (Battle Rap, Anime Rap)

Presse-Echo

Unterstützung

Hier findet man auch die gemeinsame Plattform der Demonstrationen. Über 280 Gruppen und Organisationen haben sich bundesweit bereits als Unterstützer gemeldet.
Den aktuellen Stand findet Ihr hier: https://friedensdemo0310.org/unterstuetzer/

Auf dieser Seite könnt Ihr, falls noch nicht geschehen, Eure Organisation oder Gruppe auch eintragen.


Bundesweiter Aufruf als Plattform

auch als PDF

Die aktualisierte Fassung des Bündnisaufrufes in html (vom 6.8.25) findet sich hier:

 

3.10. in Stuttgart: Bus- und Bahnfahrten

Auflistung bereits vorhandener Mitfahrgelegenheiten (Anmeldungen und Treffpunkte)

Zur Orientierung: Rückfahrten ab 17 Uhr in Stuttgart.

Aschaffenburg

mit ICE
Hin: AB ab 10:47; DA an 11:27; ICE 999 DA ab 11:37; S an 12:51;
Rück: ICE 1168 S ab 17:02; DA an: 18:22; DA ab 18:31; AB an: 19:11
ohne ICE:
Hin: AB ab 09:16; WÜ an 10:21; WÜ ab 10:36; S an 12:56;
Rück: S ab 16:06; WÜ an 17:49; WÜ ab 17:52; AB an 19:32;
oder Bus-Angebote ab Hanau, Darmstadt oder Frankfurt (s. unten) nutzen.

Augsburg

(geplant) Gemeinsame Zugfahrt aus Augsburg zur Demo in Stuttgart, mit Quer-durchs-Land-Ticket (in 5er-Gruppen zum Preis von 89 EUR = 17,80 EUR pro Person), VA: Augsburger Friedensinitiative. Weitere Infos hier.

Darmstadt

Gemeinsaem Zugfahrt aus Darmstadt zur Demo in Stuttgart, Abfahrt: 10.37 Uhr, HBF Darmstadt (mit Gruppentickets; Rückfahrt aus 16.54 Uhr, Ankunft Darmstadt, 18.22 Uhr), Kosten: 20/15 EUR, Anmeldung/Infos: info@dkp-darmstadt.de, VA: DKP Darmstadt. Weitere Infos hier.

Frankfurt

Bus: Abfahrt ist am 3.10. um 9 Uhr vor dem Gewerkschaftshaus in Frankfurt (Wilhelm-Leuschner-Straße).
Anmeldung für Busticket: https://frieden-und-zukunft.de/busfahrt-zur-demo-in-stuttgart-am-3-10-2025/

Bahnverbindungen ab Frankfurt nach Stuttgart am 3.10.2025
(30 min Fußweg ab Bahngleis bei pünktlicher Ankunft des Zuges bis Schlossplatz):
ICE-Direktverbindungen ab Frankfurt Hbf (ca. 90 min): 10:19 – 11:51
ICE mit Umstieg Mannheim: 10:50 – 12:08

Rückfahrt ab 17 Uhr:
17:23 – 18:52 ICE mit Umstieg Mannheim:
17:51 – 19:08

Deutschlandticket (ca. 3h 15min bis 4h 20 min)

Hinfahrt:
7:30 – 11:56 mit Umstieg in Würzburg (15 min)
8:12 – 11:25 mit Umstieg in Mannheim (11 min) und Karlsruhe-Durlach (6 min)
(bei verlängerter Aufenthaltszeit in Karlsruhe-Durlach Ankunft Stuttgart 12:25)

Rückfahrt:
17:11 – 21.24 mit Umstieg in Würzburg (17 min) – nächste Verbindung 18:11 – 22:40
17:19 – 20:45 mit Umstieg in Heilbronn (6 min) und Mannheim (11 min)
17:48 – 21.24 mit Umstieg in Bruchsal (8 min) und Mannheim (11 min)

Freiburg

Gemeinsame Busfahrt aus Freiburg zur Demo in Stuttgart, Abfahrt: 9 Uhr, Konzerthaus, Konrad-Adenauer-Platz 1, Kosten: 10 EUR (gerne mehr) Karten: freiburg@dfg-vk.de, VA: DFG-VK Freiburg. Weitere Infos hier.

Gießen

Gemeinsame Busfahrt aus Gießen Demo in Stuttgart, Abfahrt: 9 Uhr, Messeplatz, Ringallee (Rückfahrt: 17 Uhr von Stuttgart, voraussichtliche Ankunft in Gießen gegen 21 Uhr), Kosten: 30/50 EUR (Solibeitrag), 20 EUR:Schüler, Studenten, Arbeitslose und Rentner kann auf Nachweis ein Sozialticket für einen Kostenbeitrag 20 EUR begrenzte Stückzahl), Karten: giessener-friedensnetzwerk@web.de, VA: Giessener Friedensnetzwerk. Weitere Infos hier.

Hanau

Als Hanauer Friedensplattform mobilisieren wir zur Friedensdemo nach Stuttgart. Mit Unterstützung der IG Metall Hanau-Fulda wird dafür auch wieder ein Bus (Fulda-Schlüchtern-Hanau-Stuttgart und retour) eingesetzt, zu dem ihr euch kurzfristig anmelden könnt.
Bitte schreibt uns dazu eine E-Mail an  info@friedensplattform.de
Gebt dabei unbedingt den Abfahrtsort (Fulda, Schlüchtern oder Hanau) und die Zahl der Mitfahrerinnen und Mitfahrer an.
Die Mitfahrt ist für alle Mitglieder einer DGB-Gewerkschaft kostenlos.
Fahrtroute und -zeiten am 3. Oktober:
8.00 Uhr – Abfahrt Fulda Grezzbachstübchen (Edelzeller Straße 50),
8.35 Uhr (ca.) – Zustiegsmöglichkeit Schlüchtern-Distelrasen,
9.15 Uhr (ca.) – Zustiegsmöglichkeit Hanau Hauptbahnhof.
Rückfahrt ab Stuttgart spätestens 16.30 Uhr.

Heidelberg

Bahn: Treffpunkt: 10.15 Uhr Hauptbahnhof, Gleis 4, Abfahrt 10.33
Infos und Kontakt: www.friedensbuendnis-heidelberg.de

Konstanz

Die Konstanzer Friedens-Initiative organisiert einen Reisebus zur Teilnahme in Stuttgart. Abfahrt ist in Konstanz, bei Bedarf Zwischenhalt in Radolfzell und Singen. Momentan steht die Abfahrtszeit noch nicht fest. Kosten 30 Euro, auch kostenlos/ermäßigt nach Rücksprache möglich. Anmeldung und weitere Informationen unter:
info@fi-konstanz.de

Lörrach

Bus von Lörrach zur Friedensdemo 3.10.25 nach Stuttgart mit Zusteigemöglichkeit bei Neuenburg und FR:
-Lörrach (Lö) Abfahrt 8:00 Uhr, Bhf Lö am Busbahnhof
-Neuenburg (Nbg) Abfahrt ca. 8:30 Uhr, Bushaltestelle Autobahnabfahrt Nbg (ehem.dt.Zollstelle an der Grenze)
-Freiburg (FR) Abfahrt ca. 9:00 Uhr, Konzerthaus nahe FR Hbf
Wer mitfahren will, soll bitte Bescheid geben. Die Fahrt kostet 30 Euro pro Kopf, die müssen ihr überwiesen werden, dabei unbedingt Name, Emailadresse und wichtig Einstiegsort angeben. ( Lö, Nbg, oder FR )

Mannheim

Gemeinsame Zugfahrt aus Mannheim zur Demo in Stuttgart, Treffpubkt: 9 Uhr, HBF Mannheim, (Gleis 9), Abfahrt: 9.20 Uhr, (Heilbronn Hbf nach Stuttgart) mit Deutschland-Ticket, Anmeldung/Infos: info@dielinke-ma.de, VA: Linke Mannheim. Weitere Infos hier.

München

Das Münchner Friedensbündnis fährt mit dem Zug aus München nach Stuttgart. Am 3.10. um 8.34 Uhr mit dem Regio 9 nach Ulm. Von dort geht es mit der Regio 5 weiter nach Stuttgart. Mögliche Rückfahrt: 16:42 Uhr ab Stuttgart → 20:06 Uhr München. Weitere Infos über die folgende E-Mail-Adresse: friedensbuero@muenchner-friedensbuendnis.de

Nürnberg

Gemeinsame Zugfahrt aus Nürnberg zur Demo in Stuttgart, Treffpunkt: 8.15 Uhr, Hbf Nürnberg, Westhalle, Abfahrt: 8.37 mit RE90, VA: Nürnberger Friedensforum. Weitere Infos hier.

Offenburg

Gemeinsame Zugfahrt aus Offenburg zur Demo in Stuttgart, Abfahrt: 10.02 Uhr, Bahnhof Offenburg, Treff: 09:45 an Gleis 6. VA: DIE LINKE.Ortenau.

Reutlingen

Gemeinsame Zugfahrt aus Reutlingen zur Demo in Stuttgart, Treffpunkt: 11.25 Uhr, HBF Reutlingen, Abfahrt: 11.43 Uhr (Rückfahrt: ab 16:23 Stgt. Hbf in den jeweiligen Gruppen. Kosten: Metropol-Gruppen-Ticket, 1-5 Pers. 25,- … 11,40 Euro., Infos: RIFA.RT@web.de, VA: Reutlinger Initiative für Frieden und Abrüstung (RIFA). Weitere Infos hier.

Schwäbisch Hall

Busfahrt aus Schwäbisch Hall zur Demo in Stuttgart, Abfahrt: 11 Uhr, ZOB SHA, Kosten: 20 EUR, Karten: kathrin-uli-simon@t-online.de, VA: Schwäbisch Haller Friedensforum. Weitere Infos hier.

St. Ingbert

(Saarbrücken kann wegen der Feierlichkeiten zum 3.10. nicht angefahren werden)
Bus: Abfahrt um 8:30 Uhr
Organisator: ver.di OV Saar Blies – Kostenbeteiligung für ver.di-Mitglieder: 10 €, Nicht-Mitglieder 20 €
Infos und Karten: Michael@Quetting.de

Villingen

Gemeinsame Zugfahrt aus Villingen zur Demo in Stuttgart, Abfahrt: 9.40 Uhr, Bahnhof Villingen, 9.51 Uhr, Bahnhof Schenningen, 10.17 Uhr, Rottweil, VA: Regionales Friedensbündnis VS. Weitere Infos hier.

Wetterau / Hessen

DIE LINKE.Wetterau und die „Wetterauer Aktion Frieden“ organisieren Mitfahrmöglichkeiten für die Demonstration in Stuttgart. Abfahrt 9 Uhr Friedberg, Bahnhof. Über Darmstadt, Bahnhof nach Stuttgart. Rückfahrt um 17 Uhr. Fahrpreis 15 Euro. Fahrkarten sind über folgende Mailadresse zu bestellen: info@die-linke-wetterau.de

Wiesbaden

Gemeinsame Zugfahrt aus Wiesbaden zur Demo in Stuttgart, Abfahrt: 7.48 Uhr, Hauptbahnhof Wiesbaden, Karten: info@wiesbadener-buendnis.de, Kosten: 18/23 EUR, VA: Wiesbadener Bündnis gegen Raketenstationierung. Weitere Infos hier.

Würzburg

Busfahrt aus Würzburg zur Demo in Stuttgart, für Mitglieder einer DGB Gewerkschaft rund um Würzburg kostenlos, Anmeldung/Infos: wuerzburg@igmetall.de, Flyer siehe hier, VA: IG Metall Würzburg. Weitere Infos hier.

 

 

 

Hunderte kamen zur Gaza-Soli-Demo nach Heidelberg

Trotz der hochsommerlichen Temperaturen waren am 5. Juli fast tausend Menschen (Polizei 750; Regionalpresse 700) aus dem Südwesten Deutschlands vom Bodensee zum Main und von der Saar zum Kocher unserem Aufruf unter dem Motto „Gaza: Massaker, Aushungern, Vertreibung stoppen!“ nach Heidelberg gefolgt. Wiltrud Rösch-Metzeler (pax christi) eröffnete die Auftaktkundgebung im Park vor der Heidelberger Stadtbiliothek und führte durch das Programm, das mit einem Palästina-Lied des Aschaffenburger Sängers und Liedermachers Reinhard Frankl begann. Danach begrüßten Heike Hänsel (ex-MdB) und Joachim Guilliard (Friedensbündnis HD) für die Friedensvernetzung Südwest Teilnehmerinnen und Teilnehmer und stimmten sie unter deren Beifall mit den Positionen und Forderungen aus dem Aufruf der Veranstalter auf die weitere Kundgebung und die folgende Demonstration ein. Die beiden konnten das Mikrofon an eine der angekündigten Hauptrederinnen Prof. Dr Helga Baumgarten (ehem. Birzeit Universität, Ramallah) übergeben.

Leider meinen Vertreter in Deutschland, dass sie die Lage in Israel/Palästina besser verstehen“

Sie ging u.a. auf die Erklärung des Ökumenischen Rates der Kirchen ein, dessen Zentralausschuss kürzlich in Südafrika tagte. Er verurteilte Israels Kriegsverbrechen in Gaza, die einen Völkermord darstellen könnten. Zum ersten Mal bezeichnete er Israels Vorgehen gegenüber Palästinensern offen als Apartheid und forderte zu Sanktionen auf. Vernichtend kritiserte Baumgarten die prompte Ablehnung aus Deutschland: „Leider meinen Vertreter der evangelischen Kirche in Deutschland, dass sie die Lage in Israel/Palästina besser verstehen als die versammelten Kirchenvertreter in Südafrika.“ Baumgarten rief die Anwesenden auf, nicht nachzulassen, auf das völkerrechtswidrige und völkermörderische Vorgehen der israelischen Regierung und ihrer Armee sowie die politische und militärische Unterstützung durch die Bundesregierung hinzuweisen. Immer wieder zwischendurch und erst recht am Ende erntete sie zustimmenden Applaus.
Den Auftakt im Park am Schwanenteich rundete Frankl mit seinem Lied zur US-Airbase Ramstein ab, die bekanntlich als Relais-Station zum Drohnenkrieg – im aktuellen Jargon der deutschen Regierung zur „Drecksarbeit“ – im Nahen und Mittleren Osten fungiert.

Rote Linie durch die Altstadt ins Stocken geraten

In Erinnerung daran, dass alle roten Linien in Palästina längst übertreten sind, waren die TeilnehmerInnen aus allen Altersgruppen mehrheitlich rot gekleidet. Sie zogen nach der Auftaktkundgebung durch die langgezogene Altstadt zum Universitätsplatz. Leider wurde der Zug in der am Samstagnachmittag sehr belebten Heidelberger Hauptstraße mehrmals von den Ordnungskräften aufgehalten. Anlass waren aus deren Sicht unzulässige Parolen, was sich allerdings nicht endgültig feststellen ließ. Eine dabei angeblich gefallene Beleidigung eines Polizisten führte dann zur unsanften Personalienfeststellung eines(!) Teilnehmers durch einen behelmten polizeilichen Interventions-Trupp.
Am Al-Issawiyeh Camp auf dem Universtitätsplatz fand die geplante Zwischenkundgebung statt, wo Vertreterinnen von „Students for Palestine“ aber auch ein Vertreter der Linksjugend SOLID und der junge palästinensische Arzt Alhassan Elmasri in aufrüttelnden, deutlichen Worten die deutsche Unterstützung für den mutmaßlichen Völkermord anprangerten.
Der Zeitplan war erheblich ins Stocken geraten, wofür sich die Einsatzleitung der Polizei auch hinterher beim Veranstaltungsleiter entschuldigte.

Eines Tages werden alle immer schon dagegen gewesen sein

Aber auch aufgrund der gestiegenen Hitze und sichtbarer Erschöpfung unter den Teilnehmenden entschlossen sich die Veranstalter, die Abschlusskundgebung am Karlsplatz abzusagen und den zweiten geplanten Hauptredner Tsafrir Cohen  auch hier am Universitätsplatz auftreten zu lassen. Der in Israel geborene Geschäftsführer der Hilfsorganisation medico international führte sehr anschaulich und bewegend das Motto einer medico-Plakataktion aus, das da lautet: „Eines Tages werden alle immer schon dagegen gewesen sein“. Er schilderte (Redebeitrag hier) dabei die weitgehende Zerstörung der Kliniken und Gesundheitsstationen, die dazu führte, dass medizinische Behandlungen in vielen Fällen nicht mehr möglich sind.
Mit großem Dank an alle Unterstützer, Rednerinnen und Redner sowie an die Hunderten von Teilnehmenden beschloss Wiltrud Rösch-Metzeler fast noch im geplanten Zeitrahmen die Veranstaltung und gab das Mikrofon ein letztes Mal frei an den Sänger, der die ZuhörerInnen nicht gehen lassen wollte ohne den Hinweis in Liedform, dass Widerstand und Solidarität – wie wieder einmal erlebt – zwar ausgebremst, aber nicht verhindert werden können .

s. Bildergalerie auf https://www.friedensbuendnis-heidelberg.de/

Bilder und Videos von der Aktionswoche Stopp Ramstein

Videos von der Demo in Kaiserslautern am 28.6.

kurzer Zusammenschnitt

komplette Aufzeichnung

https://www.youtube.com/watch?v=Ijm_2eGX6C8

Hinweise zu den Redebeiträgen in dem Video:

ab 5:10 Reiner Braun

ab 18:00 Ann Wright (mit Anmoderation)

ab 34:50 David Swanson (mit Anmoderation)

 

Interview auf laut-werden.de

Redebeitrag von David Swanson

Die USA haben ein Ramstein-Problem – Deutsche Fassung in Pressenza

auch als Abdruck im FriedensJournal Nr. 4-2025: (PDF-Auszug – zusammen mit Info zu Ann Wright)

Video von Ann Wright

aufgenommen auf dem Bismarckturm am 27.6. (Quelle: Visualbases.org)
Inhaltliche Anmerkung zu der Ansage von Ann Wright in dem 80-Sekunden-Clip: Sie nimmt am Anfang Bezug auf die in Ramstein stationierte Betankungsflotte, die am vorausgegangenen Wochenende im Einsatz war, als B2-Bomber über den Atlantik und dem Mittelmeer ihre Angriffe auf den Iran geflogen haben. Am Sonntag und Montag (22.6. und 23.6.) war von mir die komplette Betankungsflotte auf dem Vorfeld zu sehen.  Das heißt: Dieser Kriegseinsatz war aufgrund der Wegstrecke der B2-Bomber nur möglich mit der Luftbetankung durch diese Maschinen – stationiert in Ramstein – über dem Mittelmeer.

Bilder vom Friedenscamp und der Demo in Kaiserslautern

(Irene Himbert)

Kaiserslautern: Kundgebung und Demo gegen NATO und US-Kriegsführung via Ramstein

KI-generiertes Bild zum Friedenscamp der Kampagne Stopp Air Base Ramstein

Kommt zur Kundgebung und Demo am Samstag, den 28.6. nach Kaiserslautern!

Aktuell überschlagen sich die weltpolitischen Ereignisse.
Angesichts der weltweiten Provokation und Schürung von Kriegen, der explodierenden Militärausgaben und der Verschlechterung unserer Lebensbedingungen war die Notwendigkeit, Widerstand gegen die NATO zu leisten, noch nie so groß wie heute!
In der nächsten Woche findest am 24. und 25. Juni in Den Haag der NATO-Gipfel statt.
Bereits jetzt am Wochenende trifft sich eine Koalition aus Organisationen und Aktivisten in Den Haag zum NATO-Gegengipfel, um gerechte und entmilitarisierte Alternativen auszuloten. Weitere Protestaktionen erfolgen in Den Haag in der nächsten Woche.
Mehrere internationale Teilnehmer dieser Aktivitäten kommen direkt im Anschluss zu uns ins Friedenscamp und sind am übernächsten Samstag bei der Auftakt-Kundgebung in Kaiserslautern als Hauptredner vorgesehen:

Ann Wright und David Swanson sprechen als Vertreter der US-Friedensbewegung.

Reiner Braun vom Internationalen Peace Bureau und Begründer der Kampagne Stopp Air Base Ramstein in 2015 spricht über die aktuellen Herausforderungen der deutschen Friedensbewegung.

Die Großregion Kaiserslautern mit der Air Base Ramstein als weltweit wichtigste logistische Drehscheibe des US-Militärs – derzeit vor allem für den Kriegsnachschub in die Ukraine und nach Israel – ist der richtige Ort für lautstarke Proteste.

Organisatorische Hinweise siehe auch: https://www.stoppramstein.de/event/28-juni-demonstration-in-kaiserslautern/

Zum Programm des Friedenscamps bei Steinwenden (Nähe der Air Base Ramstein) siehe Programmübersicht als PDF

Gaza: Massaker, Aushungern, Vertreibung stoppen!

Kriege gegen Iran, Syrien und Libanon beenden!
Schluss mit Waffen und Beihilfe aus Deutschland!
Für einen gerechten Frieden im Nahen Osten!

Samstag, 5. Juli 2025

ÜBERREGIONALE DEMONSTRATION IN HEIDELBERG
ab 14:00 Uhr | Park bei der Stadtbibliothek Heidelberg

Plakat herunterladen, verbreiten, aushängen!

Aufruf im pd-format zum Ausdrucken und Verteilen

Alle roten Linien sind überschritten, kommt in Rot, rotes T-Shirt, Rock, Hose oder Tuch am Samstag, 5. Juli nach Heidelberg!

Der Gazastreifen wird dem Erdboden gleichgemacht, das palästinensische Volk ist in höchster Not. Wie viele Kinder in Pa­lästina sollen noch sterben?
Seit mehr als eineinhalb Jahren nutzt die rechtsextreme israelische Regierung das Massa­ker der Hamas vom 7. Oktober 2023 als Rechtfertigung für ihren vernichtenden Krieg ge­gen die gesamte Bevölkerung. Of­fen verkündetes Ziel ist deren Vertreibung.
Mehr als 60.000 Tote wurden durch israeli­sche Angriffe getötet ‒ mehr als die Hälfte Frau­en und Kinder. Weit mehr starben be­reits an Unterernährung, Seuchen und feh­lender Be­handlungsmöglichkeiten.
Die meis­ten gesundheitlichen Einrichtungen wurden zerstört, medizinisches Personal, UN-Mitarbeitende und Journalisten werden zum Teil gezielt von israelischen Truppen getötet. UN-Experten und Menschenrechts­organisationen wie amnesty international werten das israelische Vorgehen im Gazast­reifen als Völkermord.
Der Inter­nationale Gerichtshof (IGH) er­klär­te den Vorwurf im Januar 2024 für begrün­det und plau­sibel.
Dennoch hat Israel die Kriegsführung noch verschärft und Deutschland liefert nach den USA den zweitgrößten Anteil an Waffen, stellt sich gegen Strafbefehle und jegliche EU-Sanktion gegen Israel.
Der Rest der Welt schaut fassungslos auf die deutsche Haltung. Namibia wirft Deutsch­land Unfähigkeit vor, „Lehren aus seiner grausamen Geschichte zu ziehen“.
Gleichzeitig weitet die israelische Regie­rung ihre koloniale Siedlungspolitik des Land­raubs und der Vertreibung aus und hat im il­legal besetzten Westjordanland bereits über 40.000 Menschen vertrieben. Minister Katz droht sogar mit einem israelischen Staat im Westjor­danland.
Israel führt seine Angriffe im Libanon unter Bruch eines Waffenstillstands fort, bom­bardiert und besetzt Teile Syriens und droht mit seiner völkerrechtswidrigen, US-unter­stützten Aggression gegen den Iran einen Flächenbrand aus­zulösen. Auch hier macht sich die Bundes­regierung durch ihr Schwei­gen mitschuldig.

Es reicht! Keine Komplizenschaft mit Völkerrechtsverbrechen!

Wir fordern
• sofortige Aufhebung der Blockade des Gazastreifens und umfassende humanitäre Hilfe.
• sofortigen und umfassenden Waffenstillstand.
• Freilassung der restlichen israelischen Geiseln und den Tausenden palästinensischen Gefangenen in Israel.
• Ende der Besatzung und des Siedlungsbaus.
• Ende der Straflosigkeit für Völkerrechtsbrüche.
Wir verlangen insbesondere von der Bundesregierung und der EU
• Stopp der Waffenlieferungen und der militärischen Zusammenarbeit mit Israel.
• keine Zusammenarbeit mit Firmen, die von Krieg und Besatzung profitieren.
• Aussetzung des EU-Assoziierungsabkommens mit Israel.
• Anerkennung des Staates Palästina durch die Bundesregierung.
• keine Repression gegen sondern Meinungs- und Versammlungsfreiheit auch für Palästina-Solidarität.
• aktive Unterstützung von palästinensischen und israelischen Friedens- und Menschenrechtsorganisationen.

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